Vegane Resteverwertung…

Die weißen Bohnen mußten mal weg. Also habe ich sie gestern eingeweicht und heute im Schnellkochtopf gekocht – und zwar zu lange. Die nicht so matschigen für einen Eintopf aussortiert und den Rest zerdrückt – etwa 200g. Das war mir aber zu langweillig und deshalb im Gemüsefach geschaut. Da liegt noch sehr viel Rote Beete, die wir aus Dänemark mitgebracht haben. Ein Eldorado  der Wurzelgemüse (leider auch des Schweinefleisches, aber das ist ja die eigene Entscheidung), das ich gerne genutzt habe. Noch schnell die wundervolle Knolle gedämpft (so ca. 220g), mit den Bohnen gemischt und etwa 2 El Leinöl untergerührt. Dann mit dem Pürierstab rübergehuscht und abschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt.

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Aufstrich

Fotografiert auf unserer Anzuchtstation am Fenster. Kommentar des Ehemannes:

„Ein Fotoblog wird das wohl nicht mehr.“ Ist wirklich nicht meins mit dem Fotografieren. Fotos kann man ja auch nicht essen.

Der Aufstrich wandert zum Creadienstag

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Vegane Woche Tag 7- Danke mit Nudeln

…vielleicht ein hübscher Buchtitel? Nein, aber kann ja noch werden. Ich möchte mich bei allen lieben Besuchern und „Likern“ ganz wahnsinnig bedanken-es hat mich sehr motiviert, eure Klicks zu sehen. Das Kochen oder Zubereiten macht dann noch mehr Spaß- und irgendwann bekomme ich das mit den Fotos auch hin, ich werde üben! Heute zum Abschluß ein Bild unserer Nudelpfanne:

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Gemüse Nudeln

Wie immer das „heilige“ Quartett aus Zwiebeln, Chilli, Knoblauch und Ingwer anbraten und dazu Pak Choi, Karotten und Pilze- mit Sojasauce (immer die Zutatenliste studieren, in vielen ist Fischeiweiß) abschmecken und die vorgekochten Nudeln ( wieder Rückseite beachten, keine Eiernudeln) hinein -fertig. Sehr lecker sind dann dazu kross gebratene Sojastreifen ( auf dem Foto noch nicht dabei, da leider noch in der Pfanne). Ein  schnelles Essen, das auch am nächsten Tag noch problemlos als Mittag mitgenommen werden kann.

Fazit: Es hat mir Spaß gemacht, eine Woche lang unser Essen  zu zeigen, und sich noch etwas mehr damit zu beschäftigen. Ich werde es auf jeden Fall noch einmal machen.

In Berlin ist es in der Regel kein Problem, etwas veganes zu bekommen, wenn nichts geht, dann Falafel. Aber in vielen Gegenden ist es sicher nicht so einfach und oft ist es auch unangenehm, in eine Imbißbude oder Restaurant zu gehen, in denen Fleisch deutlich präsentiert wird. Aber nicht entmutigen lassen, aus welchen Gründen man  tierische Produkte von seinem Speiseplan streicht ( Verzicht klingt sehr nach Märtyrertum) , ob alles oder nur einen Teil ist eine persönliche Entscheidung, die man zwar erklären kann , aber nicht rechtfertigen muss. Nach meiner Erfahrung ist machen, also kochen und probieren lassen viel überzeugender als lange Reden halten.

Vielen lieben Dank und alles Liebe

Jenny

Vegane Woche Tag 6- Bagels

… nachdem es nun fast die ganze Woche etwas „Warmes“ gab, wieder eine Brotvariante.

Jpeg

Bagels

Zugegeben, sie sehen nicht wie gekauft aus, aber schmecken lecker und sind gar nicht so kompliziert. Die Grundlage ist ein Hefeteig mit Trockenhefe (da schüttelt es mich immer, aber funktioniert besser). Und eine Nacht Ruhe muß mit  eingeplant werden. Dieses Rezept ist eine Mischung aus verschiedenen Versionen, die ich im Netz und aus Kochbüchern probiert habe, und die uns am Besten gefällt und vegan ist.

500g Mehl 550, 1 Pck. Trockenhefe, 2 Tl Salz, 2Tl Zucker, 2 El Sonnenblumenöl und 1 EL Rübensirup (schöne Farbe) und 300 ml warmes Wasser mischen und zu einem glatten Teig kneten. Am Anfang ist das klebrig, wenn das Gluten aus dem Mehl geknetet ist, wird es aber besser. In einer Schüssel abgedeckt für eine halbe Stunde unter die Bettdecke. Dann mit Klarsichtfolie abdecken und in den Kühlschrank, aber nicht auf die Glasplatte unten, dass ist zu kalt. Am nächsten Tag ca. 2 Stunden vor Verarbeitung die Schüssel herausnehmen und offen „aufwärmen“ lassen. Dann den Teig mit ein wenig Mehl noch einmal kurz durchkneten und in neun Stücke teilen. Diese dann zu einer kurzen „Wurst“ rollen und die Enden zum Kringel schließen. Nebenbei einen Topf mit heißem Wasser und 1 El Rohrzucker auf den Herd stellen. Jetzt wird es spannend. Immer zwei Kringel ins simmende Wasser legen und von jeder Seite so 30-40 sec. ziehen lassen. Dann auf das Backblech legen. Wenn alle fertig sind mit einen Mischung aus Hafermilch (ca. 50ml) und 2Tl Eiersatz bestreichen- ich denke, es geht auch nur Milch, aber das Pulver muss mal weg. In unserem Backofen brauchen sie jetzt bei 200° mit Vorheizen etwa 20min. Leicht auf einem Rost abkühlen lassen und dann nach Wunsch belegen.  Bei uns nachher mit Kichererbsencreme!

Guten Appetit und alles Liebe Jenny

Vegane Woche Tag 5 – Curry…

…zumindest, was wir dafür halten.

Jpeg

Curry mit Kichererbsen

Da ich meistens nach Gefühl und Augenmaß koche, kann ich nur versuchen, die Menge der Gewürze zu nennen:

2 Schalotten. ca. 3 cm Ingwer, ca. 3 cm Zitronengras, 3 kleine frische Knoblauchzehen und 1 kleine Chili hacken und in etwas Kokosöl anbraten. Mit einer Dose Kokosmilch ablöschen. Etwa jeweils eine große Hand voll vorgedämpften Brokkoli, Erbsen und Spinat und eine kleine Dose Kichererbsen unterrühren. Dann noch ca. 2EL Erdnußmus und wer mag etwas Salz. Dazu Reis und fertig. Das ganze reicht für 3-4 Personen, je nach Hunger. Im Winter nehme ich gern Tk- Gemüse, das erscheint mir immer frischer als das im Laden und läßt sich im Mikrowellendämpfer auch gut verarbeiten. Je nach Saison kann man das Gemüse anpassen und muß nur die verschiedenen Garzeiten beachten und natürlich den persönlichen Geschmack.

Guten Appetit- alles Liebe Jenny

Vegane Woche Tag 4 – Fast Food

… so halb jedenfalls.

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Backkartoffeln, Burger und karamellisiertes Gemüse

Die Kartoffeln sind gebürstet und dann in etwa gleiche Spalten geschnitten (wenn ich nicht gleich alle gekauften Kartoffeln verwende, versuche ich immer etwa gleich große oder kleine im Kartoffelkorb “ zurück“ zu lassen. Bei unseren eigenen Kartoffeln geht das immer recht gut, aber leider reichen die nicht den ganzen Winter). Gewürzt mit Rosmarin, Salz,Olivenöl und Pfeffer und dann in den Ofen. In der Zwischenzeit die Burgermischung angerührt, geformt und in der Pfanne gebraten. Deswegen auch Fast Food- im Sommer haben wir immer genug gekochtes Gemüse übrig, um selbst Burger zu machen, aber im Winter greife ich ganz gern auf fertige Mischungen aus dem Bioladen zurück. In einer zweiten Pfanne Zuccinischeiben, Kirschtomaten und Schalotten schwenken und mit braunem Zucker leicht karamellisieren lassen. In einer idealen Welt gäbe es dann noch veganen Zaziki dazu- in der Realität hätte ich den ungezuckerten Sojaghurt nehmen sollen- bei aller Experimentierfreude- stellt euch den süßen Knobigeschmack nicht vor- es war grauenhaft! Augen auf beim Joghurtkauf!

Guten Appetit- Alles Liebe Jenny

Vegane Woche Tag 3 – Brot

…nämlich unser Lieblingsfladen.

Jpeg

Fladen und Salat

Das Rezept findet ihr hier. Ich habe diesmal nur etwa 1/4 des Mehls durch Maismehl ersetzt. Schlicht der Tatsache geschuldet, dass alles andere aus war. Belegt mit Oliven, Zwiebel und Tomate. Dazu einen Salat aus Gurke, Frühlingzwiebel und rotem Rettich. Angemacht mit Essig, Salz, Pfeffer und Pistazienöl. Roter Rettich ist im Winter eine gute Alternative zu Radieschen; er läßt sich wunderbar auf der Reibe schneiden und ist aromatischer.

Guten Appetit und alles Liebe- Jenny